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Raphael - Bayerwald-Thriller ist das erste Buch, das im November 2011 auf den Markt kam. Und es hat Erfolgsgeschichte geschrieben:  Innerhalb von nur sechs Wochen war die erste Auflage (2000 Stück verkauft). Derzeit läuft die zweite Auflage. Am 31. Mai erscheint das Werk "Die Kinder Liliths", der jungen Regensburger Autorin Julia Kathrin Knoll. Und am 18. Oktober 2012 erscheint Benders 2. Fall., auch diesmal ermittelt der Kommissar, der sich schon mit Raphael herumschlagen musste, im Bayerischen Wald.
Die Kinder Liliths
Prolog: Eine Legende ...



Der Junge kam anno 1649 ins Dorf, kurz nach Ende des großen Krieges, der dreißig Jahre lang das ganze Land verwüstet hatte. Zuerst schenkte ihm niemand Beachtung, es gab viele herumstreifende Waisenkinder dieser Tage, viele entwurzelte Seelen, die weder Heim noch Familie mehr hatten. Doch der Junge war keines dieser Kinder. Er war anders, sehr schnell bemerkten das die Dorfbewohner. Die Wälder schienen sein Zuhause, beständig streifte er in freier Natur umher, schien keines Daches über dem Kopf zu bedürfen, keiner Nahrung, keines Schutzes. Tiere reagierten seltsam in seiner Gegenwart, selbst die scheuesten, wildesten Bestien vermochte er zu zähmen, und manche Bauern behaupteten, ihre Felder trügen mehr und schönere Früchte, nachdem er sie betreten hatte. Viele Menschen holten sich Rat bei dem Jungen, denn er wusste Bescheid über die seltsamsten Dinge, vermochte Streit zu schlichten und Recht zu sprechen. Er kannte eine Menge Heilkräuter, half so manchem Kranken, den der Medikus schon aufgegeben hatte und konnte Schmerzen lindern und Wunden versorgen. Einige Dorfbewohner hielten ihn für eine Art Engel, sie glaubten, ihn umgeben von Licht erblickt zu haben und sie hielten dieses Licht für einen Funken des göttlichen Feuers. Wieder andere jedoch waren überzeugt, er sei ein Dämon, eine Ausgeburt der Hölle, sie behaupteten, ihn des Nachts mit dem Teufel tanzen gesehen zu haben, auf der Lichtung, wo früher eine heidnische Kultstätte gestanden hatte, jener Lichtung, die er beinahe jeden Tag aufsuchte. Dann kam die Pest ins Dorf, und viele Menschen starben, doch einige heilte der Junge, und unter ihnen war auch die Tochter des Bürgermeisters. Aber die war danach nicht mehr dieselbe, besessen sei sie, sagte ihr Vater, er habe sie verhext und in Bann geschlagen. Von diesem Tag an kam der Junge nicht mehr ins Dorf, er zog sich in die Wälder zurück und lebte dort in einem Haus, das er selbst gebaut hatte, auf der Lichtung, auf der einst der heidnische Tempel gestanden hatte. Die Dorfbewohner aber sahen das als Beweis seiner Schuld und wussten nun, er war tatsächlich mit Teufeln und Dämonen im Bunde. Nur wenige Monde später kam der Inquisitor ins Dorf, der Bürgermeister denunzierte den Jungen, und die Dorfbewohner stürmten sein Haus und sperrten ihn in den Kerker unter dem Rathaus. Unter der Folter gestand er seine Verbrechen, da wurde er verurteilt und man zerrte ihn auf den Scheiterhaufen, damit das Feuer ihn von seinen Sünden reinigen möge. Das ganze Dorf sah zu, wie die Flammen den Jungen einhüllten, und mit seinem letzten Atemzug verfluchte er sie, und ein tiefer Schatten fiel über das Dorf. Der Junge aber brannte, doch man sagt, er starb nicht, der Dämon, den er gerufen hatte, rettete ihn aus den Flammen. An der Stelle aber, wo der Scheiterhaufen gestanden hatte, da fanden die Dorfbewohner am nächsten Morgen die Figur eines steinernen Engels vor, und der Fluch, der über dem Dorf lag, konnte erst gebannt werden, als man eine Kapelle errichtete, direkt neben der Figur. Die Kapelle gibt es bis heute, und auch den Engel, und man sagt, von Zeit zu Zeit sähe man Tränen über dessen steinernes Antlitz rinnen ...

Aber das – ist nichts als eine Legende ...

Raphael - Bayerwald-Thriller
Eine schreckliche Mordserie erschüttert den Bayerischen Wald rund um Grafenau. Am Lusen wird eine furchtbar entstellte Leiche gefunden, Menschen verschwinden scheinbar wahllos. Keine Spuren, keine Anhaltspunkte, Kommissar Bender und sein Team tappen hilflos im Dunkeln. Der besessene Serienkiller Raphael treibt beinahe unbehelligt sein grausames Spiel - versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Und: Jeder Verdächtige scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. Nachfolgend lesen Sie den Prolog

Die 10 Gebote

1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir 2. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen< 3. Du sollst den Feiertag heiligen 4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren 5. Du sollst nicht töten 6. Du sollst nicht ehebrechen 7. Du sollst nicht stehlen 8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden< 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut Ich bin Raphael, ergebener Diener und Racheengel des Herrn. Meine Aufgabe auf Erden ist es das Eitergeschwür des Unglaubens aus der verderbten Seele der Menschheit zu schneiden. Die zehn Gebote sind das Manifest des göttlichen Willens. Wer in seinem Leben ihnen folgt, der wird auferstehen im Lichte des Herrn. Wer aber fehlt, darf die Herrlichkeit des Schöpfers nicht erfahren und wird auf ewig brennen im Feuer der Verdammnis. Sein Antlitz ist nicht würdig vor Gottes jüngstem Gericht geschaut zu werden. Ihm soll die teuflische Fratze aus dem Gesicht gerissen werden, sein Blut soll durch den unreinen Boden des Erdenreichs hinab in die Hölle fließen. Sein Körper soll an den Pranger gestellt werden, weithin sichtbar für Jedermann, zur Abschreckung und zur Mahnung an die Gebote des Herrn. Und sehet das Zeichen: Ebenso soll es mit der Visage dieses Satans sein. Aus dem Körper gerissen ist sie Warnung für die Ungläubigen und gerechte Demütigung für die Sünder. Drum fürchtet euch vor dem Bösen und kehret um, bevor es keine Rettung mehr für euch gibt. Ich Raphael bin nur das Werkzeug, der Herr richtet über das Schicksal für alle Ewigkeit. Amen!

Ich bin Raphael, ergebener Diener und Todesengel des Herrn. Ich will dich erlösen von den Qualen der irdischen Sünde. Dir, der du gottesfürchtig und fromm auf Erden gelebt hast, sollen sich die Himmelspforten auftun. Gereinigt und frei trittst du vor deinen Schöpfer. Fürchte dich nicht vor den irdischen Leiden, den Schmerzen und Qualen des Todes. Du kannst auf unseren Herrn Jesus Christus bauen, der da spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und an mich glaubt, der wird in Ewigkeit nicht sterben. Das Licht des ewigen Lebens wird für dich leuchten. Die unreine Erde ist nicht würdig, deinen gesalbten Körper aufzunehmen. Ein Heiliger wirst du sein, dein Leib eine Reliquie für jene, die dereinst ihr Leben dem Geiste Jesu Christi unseres Herrn widmen werden. Ich Raphael bin das Werkzeug, der Herr richtet über das Schicksal für alle Ewigkeit. Amen!